17.07.2017 – Red Hat EMEA Partner Conference 2017 – ein Rückblick

Die Red Hat EMEA Partner Conference fand in diesem Jahr wieder in Frankfurt am Main statt. Am Sonntag begrüßte Petra Heinrich, Vice-President Partners EMEA, rund 600 Partner im Congress Center Messe Frankfurt. Sie freute sich, dass es gegenüber dem letzten Treffen wieder eine Steigerung der Teilnehmer gab und stellte die Agenda für die nächsten Tage vor. Werner Knoblich, Senior Vice President and General Manager EMEA, hob die Wichtigkeit und auch den Erfolg der letzten Jahre durch die Zusammenarbeit zwischen Red Hat und den Partnern hervor. Ohne eine so lebhafte Partnerschaft wäre der Erfolg der letzten Jahre nicht möglich geworden. Die herrschende Kultur zwischen der Community und Red Hat, aber auch zwischen den Partnern untereinander, sei beispiellos und das Erfolgskonzept der Gemeinschaft.

Von Petra Heinrich gab es dann noch einen Rückblich auf die letzten Jahre und ein Ausblick der anstehenden Arbeiten. Die Digitale Transformation, angestoßen durch die Änderung des Verhaltens der Endanwender, führt zu einer notwendigen Änderung der Vorgehensweise, der Organisationsstrukturen, der Programmierung, der Datenhaltung, etc. und damit auch zu Veränderungen bei den Partnern. Diejenigen, welche, wie in der Vergangenheit oft geschehen, erst abwarten bis sich ein System durchsetzt, werden überrollt werden. Zum einen von Unternehmen die diese Transformation schneller mitmachen, aber vor allen Dingen, zum anderen von neu gegründeten Unternehmen, welche weniger mit den alten, festgefahrenen Strukturen zu kämpfen haben.

Sebastian Chevrel, Group COO Managing Direktor von Devoteam, hob noch einmal hervor, dass neue Unternehmen, wie z.B. Uber, aber auch Unternehmen wie Google, Microsoft oder Amazon mit Ihren Cloudangeboten, den Markt verändern und Unternehmen die Möglichkeit geben schneller und einfacher zu agieren. Nicht nur die Netzwerkinfrastruktur, sondern auch die Entwicklung und die Organisation ändern sich. Von Monolithen hin zu Containern, von einem Wasserfallprinzip über die agile Entwicklung hin zu DevOps-Teams, von eigenen Rechenzentren hin zu Cloudstrukturen. Hier ist aber auch zu sehen, dass sich Hybride-Cloud-Strukturen bewähren. Nach den offiziellen Ansprachen traf man sich bei „Drinks & Food“ zum gemeinsamen Kennenlernen und Austausch. Hier konnten neue Kontakte geknüpft und Partnerschaften gefestigt werden.

Am Montag sprach Werner Knoblich zum Auftakt des Tages über die jetzige IT und wie diese in wenigen Jahren aussehen wird. Die Erwartungen im Business Bereich gehen dahin, dass sich die Containierisierung und die Microservices weiter durchsetzen werden und die digitale Transformation durch IoT noch mal an Fahrt gewinnt. Es wird ein riesiger Markt für Produkte und Services erwartet, von dem speziell der OpenSource Bereich stark profitieren wird. Hauptgrund dafür ist die schnellere Anpassungsfähigkeit der Community. David Chalmers, Chief Technologist bei HPE berichtete über die hausinterne Transformation, welche bewerkstelligt werden musste um bei den Großen auch weiterhin mitspielen zu können. Man erlebt dabei in der eigenen Firma, was zu tun ist, was sich bewährt, was weniger und kann damit überzeugender bei Kunden auftreten.

Frank Basinski, Director EMEA Partner Programs Red Hat, sprach noch einmal speziell über das Eco-System Community, Red Hat und Partner. Er legte besonderen Wert darauf (und dies soll diese Partner Conference insbesondere bewerkstelligen), dass es nicht nur eine 1:1 Beziehung zwischen Red Hat und einem Partner gibt, sondern, dass das Eco-System einen n:n System darstellt, d.h. die Partner untereinander sich ergänzen und unterstützen sollen. Des Weiteren wird es in naher Zukunft eine App geben, mit dem Partner untereinander Projekte vorstellen und nach Unterstützung innerhalb der Partnergemeinschaft fragen können, um Ressourcenengpässe zu umgehen.

Margaret Dawson berichtete dann über “Helping our Customers succeed in their Digital Transformation Journey”. Hierfür ist es entscheidend, dass die Partner die jeweilige Sprache des Endkunden sprechen, was Red Hat als “übergeordnete Instanz” nicht bewerkstelligen kann. Jede Branche und jede Lokation ist anders, worauf sich die Partner besser einstellen können. Bezüglich der Digitalen Transformation sagen 87% der IT Verantwortlichen, dass diese kommen wird. Alle gehen davon aus, dass die IT jeden Bereich, jeden Prozess durchdringen wird und dies immer häufiger und schneller. Letztendlich wird die IT das Business ausmachen, vom privaten Sektor aus gefordert und alles betreffen. Neu gegründete Unternehmen, welche ursprünglich mit einer Branche gar nichts zu tun hatten, greifen die Etablierten an. Wenn die bestehende Industrie nicht mit der Transformation einhergeht, wird sie überrollt werden. Auch sind es neue Themen, mit denen sich Unternehmen beschäftigen müssen. Hierzu zählen andere Wege zu entwickeln, anderen Datenhaltung, andere Vorgehensweisen. Um mit den immer schnelleren Innovationen mithalten zu können, werden sich die großen IT Unternehmen ändern müssen. Letztendlich wird es wohl darauf hinauslaufen, dass nur der OpenSource Bereich übrig bleib, weil nur hier auch aus Enthusiasmus genügend Potential vorhanden ist. Und um dabei eine gewisse Sicherheit zu gewährleisten wird nach vendor supported open source gesucht werden.

Ergänzt um die Abendveranstaltungen zum Netzwerken untereinander war auch die Red Hat EMEA Partner Conference 2017 mal wieder ein voller Erfolg. Wir freuen uns jetzt schon auf die kommenden Events!

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